„Das Leben ist sehr lang: T.S. Eliot. So was von scheißwahr. Dabei war er erst in den Dreißigern, als er das schrieb, muss irgendwelche Insiderinformationen gehabt haben…“
In der flirrenden Hitze Oklahomas führt das unerwartete Verschwinden des Familienvaters die drei Weston-Mädchen zurück in das ländliche Elternhaus: da ist Barbara, im Begriff die letzten Atemzüge ihrer Ehe zu durchleben, mit ihrer kiffenden Teenagertochter im Schlepptau; Karen, die in Begleitung ihres neuesten Freundes auftaucht, einem zwielichtigen Waffenhändler/Lebemann aus Florida; und die verbitterte Ivy, die es nie aus ihrem Geburtsort heraus geschafft hat, an der die Verantwortung für die Eltern hängen blieb, und die ein Geheimnis hat. Über allem thront Matriarchin Violet, tablettenabhängig, launisch, selbst vom Krebs gezeichnet, und nie darum verlegen den Mitmenschen ihre Unzulänglichkeiten aufzuzeigen.
Was zunächst noch nach familiärem Zusammenhalt aussieht, entpuppt sich schnell als erbittertes Kräftemessen. Mutter und Töchter, Schwestern und Eheleute begegnen sich in einem Geflecht aus Lügen, Abhängigkeiten und unausgesprochenen Wahrheiten. Hinter der Fassade der scheinbar ganz normalen Familie tun sich Abgründe voller Tragik, Skurrilität und moralischer Grenzüberschreitungen auf. Und schnell wird klar: es wird Generationen dauern, einstige Traumata abzuschütteln…
„Diese Frau hat Narben auf ihrem Schädel von den Hammerschlägen! Ihr denkt, ihr werdet attackiert? Was wisst ihr schon über das Leben in den Plains? Was wisst ihr von schweren Zeiten?“
Mit klarem Blick, bitter-dunklem Humor und zuweilen grotesken Dialogen zeichnet der Autor Tracy Letts hier den Untergang einer amerikanischen Familie nach. „Im August in Osage County“ wurde 2007 in Chicago uraufgeführt und Letts mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet; es folgten eine Tony Award-prämierte Broadway-Inszenierung und eine Oscar-nominierte Filmadaption. Im Frühjahr 2026 präsentiert das Heiglhoftheater das Familiendrama nun als intensives Kammerspiel in München im Einstein Kultur. Ein Stück über das, was bleibt, wenn die Wahrheit ans Licht kommt und ihr niemand mehr entfliehen kann.
Kira Escherich, Markus Flüggen, Christian Fröhlich, Anna Gürster, Regina Höcherl, Franz Jentzsch, Christian Klein, Christine Kuchler, Angélique Levenski, Katja Töpfer, Guido Verstegen, Ineke Zimmermann, Zimmi
Regieassistenz: Carla von Braha
Björn Schilke
Dennis Piontek
| Fr | 27. 03. 2026 | 20:00 Uhr |
| Sa | 28. 03. 2026 | 20:00 Uhr |
| So | 29. 03. 2026 | 18:00 Uhr |
| Fr | 10. 04. 2026 | 20:00 Uhr |
| Sa | 11. 04. 2026 | 20:00 Uhr |
| So | 12. 04. 2026 | 18:00 Uhr |
16 Euro und 12 Euro (ermäßigt)
Das Heiglhoftheater wurde am 17. Mai 1995 von 14 Theater-Begeisterten im Studentenwohnheim in der Heiglhofstraße in München-Großhadern gegründet. Schon fünf Wochen später, am 22. Juni, feierten „Loriots dramatische Werke” Premiere. Heute, über 20 Jahre später, blickt die Gruppe auf bewegte Zeiten zurück. Die Gründungsmitglieder sind natürlich inzwischen dem Studentenleben entwachsen, aber teilweise auch heute noch aktiv. Bis heute haben sich mehr als 180 Mitwirkende an über 40 Inszenierungen beteiligt, und die Liste wird länger und länger!



















































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